Häufige Fragen

Gibt es Varennes-Saint-Jacques wirklich?

Nein, die Stadt ist meine Erfindung. Allerdings gibt es in Frankreich einige Städte mit dem Namen Varennes – und übrigens auch ein paar Fleurys. Das Fleury in Das Salz der Erde und den Folgeromanen hingegen ist fiktiv.

Ist Daniel Wolf ein Pseudonym?

Ja, mein richtiger Name lautet Christoph Lode. Unter diesem Namen habe ich bereits mehrere Romane veröffentlicht.

Warum spielt die Fleury-Saga hauptsächlich in Frankreich bzw. Lothringen?

Im Nordosten des heutigen Frankreichs, also auch in Lothringen und dem Elsass, fand gewissermaßen ein "ideales" Mittelalter statt. Der mittelalterliche Feudalismus war dort in seiner reinsten Form vorhanden, es gab ihn zwar überall in Mitteleuropa, aber nirgendwo so klar ausgeprägt wie dort. Da die damaligen gesellschaftlichen Zustände sehr wichtig für die Handlung meiner Romane sind, hat es sich angeboten, die Story in einer Gegend anzusiedeln, wo bestimmte politische Phänomene besonders prägnant waren.

Außerdem habe ich schon einmal einen Roman geschrieben, der (teilweise) in Oberlothringen spielt, Der Gesandte des Papstes. So musste ich bei der Recherche nicht bei Null anfangen.

Wieso historische Romane? Was fasziniert dich an dem Genre?

Das Leben im mittelalterlichen Europa unterschied sich sehr von unserem modernen Alltag – nicht nur, weil die Menschen damals keine Smartphones und Rasierapparate hatten. Die ganze Kultur und Gesellschaft war vollkommen anders beschaffen. Alles war wilder, rauer, weniger aufgeräumt. Das Christentum und magische Vorstellungen prägten die Gedanken der Menschen. Politische Konflikte wie der Dauerzwist der deutschen Kaiser mit der römischen Kirche oder die Bürgerkämpfe in den Reichsstädten sind heute für den Laien nur noch schwer nachvollziehbar, aber gerade diese Fremdartigkeit fasziniert mich. Sie ist das ideale Material für Geschichten, die man in anderen literarischen Genres so nicht erzählen kann.

Seit wann schreibst du?

Die ersten Texte entstanden in der Jugendzeit, meine ersten Romanversuche unternahm ich mit Mitte zwanzig.

Ich mag keine sozialen Netzwerke und will dir deswegen nicht bei facebook folgen. Verpasse ich viel?

Nein. Alle wesentlichen Informationen über meine Bücher und meine Arbeit findet man auch auf der Homepage. Eine wichtigere Informationsquelle als meine Facebookseite ist ohnehin der monatliche Newsletter, den man auf der Startseite abonnieren kann.

Du wirst oft mit Ken Follett verglichen – ist er dein Vorbild?

Ken Follett ist ein Schriftsteller, den ich seit meiner Jugend sehr schätze. Aber als Vorbild würde ich ihn nicht bezeichnen, denn „Vorbild“ heißt ja, dass man jemandem gezielt nacheifert, und das tue ich nicht. Ganz sicher aber hat er mein Schreiben und meine Art zu erzählen beeinflusst, wie viele andere Schriftsteller übrigens auch, etwa George R.R. Martin, Terry Pratchett, Neil Gaiman, Stephen King, Lloyd Alexander, Erich Maria Remarque, Ken Kesey, Bernard Cornwell, Fred Vargas, Michael Moorcock, David Gemell, Stefan Zweig, Elmore Leonard etc. Wie man an dieser Aufzählung sieht, begeistern mich als Leser die unterschiedlichsten Genres, nicht nur das des historischen Romans. Entsprechend breit gestreut sind meine literarischen Einflüsse.

Wie recherchierst du für einen historischen Roman?

Bevor ich mit der Arbeit an einem neuen Roman beginne, lese ich zwei oder drei Monate nur: Sachbücher und Abhandlungen über die historischen Hintergründe der Geschichte; Lexika; Geschichtsmagazine; einschlägige Internetseiten und, und, und. Gleichzeitig schaue ich jede TV-Dokumentation über die jeweiligen historischen Themen, die ich auftreiben kann. Wenn die Romanhandlung langsam Form annimmt, recherchiere ich die Einzelheiten zum Alltagsleben in der jeweiligen Epoche. Außerdem suche ich mir Experten zu "meinen" Themen, die ich mit Detailfragen löchere. Zu guter Letzt besuchte ich die wichtigsten Schauplätze des Romans, um einen Eindruck von der Gegend zu bekommen. Man kann Landschaften, Städte, Burgen und Klöster einfach lebendiger beschreiben, wenn man vor Ort gewesen ist.

Deine Lesungen sind immer so weit weg. Warum liest du nicht einmal in meiner Stadt?

Der Löwenanteil meiner Lesungen findet tatsächlich in einem 150-km-Radius um meine Heimatstadt Speyer statt. Viele Veranstalter scheuen leider die Kosten, die durch eine lange Anfahrt des Autors und eine Übernachtung entstehen. Trotzdem habe ich auch schon in Nord- und Ostdeutschland gelesen – es ist also nicht unmöglich. Leider habe ich keinen Einfluss darauf, wo ich lese; ein Veranstalter – meist eine Buchhandlung, eine Bücherei, ein historisches Museum – muss mich einladen. Wenn ihr also den Wunsch habt, dass ich in eurer Stadt, eurer Gemeinde lese, sprecht doch einfach mit dem Buchhändler, der Buchhändlerin eures Vertrauens und fragt, ob man mit mir eine Lesung veranstalten möchte.

Erscheinen deine Bücher auch in anderen Sprachen?

Das Salz der Erde, Das Licht der Welt und bald auch Das Gold des Meeres gibt es in spanischer Sprache. Sie erscheinen im Verlagshaus Grijalbo.

Gibt es Pläne, die Fleury-Saga zu verfilmen?

Bisher ist diesbzgl. nichts geplant.

Wird es nach Die Gabe des Himmels einen 5. Band der Fleury-Saga geben?

Die Antwort lautet leider: Ich weiß es nicht. Um das zu erklären, muss ich etwas ausholen …

Ich weiß, dass sich viele von euch eine Fortsetzung der Saga wünschen. Aber als ich Die Gabe des Himmels abschloss, war mir klar, dass ich eine Pause von den Fleurys brauche. Ich habe fast 4000 Buchseiten über Varennes-Saint-Jacques sowie Michel de Fleury und seine Nachfahren geschrieben. Hätte ich gleich einen fünften Band nachgeschoben, hätte ich Sorge gehabt, dass ich mich inhaltlich und stilistisch wiederhole, dass die Spannung leidet und die Qualität sinkt. Ich habe aber den Anspruch an mich, bei jedem neuen Buch mein erzählerisches Niveau zu halten, es sogar zu steigern. Wenn ich schon im Vorfeld weiß, dass mir das vielleicht nicht gelingen wird, halte ich es für besser, das fragliche Buch nicht zu schreiben bzw. es aufzuschieben.

Ich habe zwar eine grobe Idee für einen fünften Band, aber die ist, wie man sagt, unausgegoren, und ich weiß noch nicht, ob sie einen ganzen Roman trägt. Meine Kreativität ist eine launische Kreatur: Mal galloppiert sie mit Hochgeschwindigkeit über die Prärie, mal kriecht sie im Schneckentempo dahin und versteckt sich ständig hinter dem nächsten Busch. Ich kann also momentan nicht abschätzen, ob es einen fünften Band geben wird und wenn ja, wann. Definitiv nicht 2019 und 2020. Auch 2021 halte ich für unwahrscheinlich.

Momentan arbeite ich an einer neuen historischen Saga. Die spielt auch im MIttelalter, aber nicht in Lothringen, sondern in Friesland. Weitere Infos über die Friesensaga veröffentliche ich regelmäßig im Newsletter.