"Das Salz der Erde" gewinnt den Goldenen HOMER

28 April 2014 11:15

Am vergangenen Wochenende fanden in Heidenheim die "HOMER Literaturtage" statt. Der „HOMER-Historische Literatur e.V.“ ist ein junger Verbund von deutschsprachigen Autoren historischer Romane, der sich zum Ziel gesetzt hat, dieses Genre zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit noch besser zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck verlieh der Verein zum ersten Mal den HOMER Literaturpreis in den Kategorien "Historischer Krimi/Thriller", "Historischer Spannungs- und Abenteuerroman", "Historischer Beziehungs- und Gesellschaftsroman", "Historisches Ereignis/Historische Biographie" sowie "Historische Kurzgeschichte/Anthologie und Sonderformen".

"Das Salz der Erde" belegte in der Kategorie "Historischer Spannungs- und Abenteuerroman" den 1. Platz. Bei der Preisverleihung im Rahmen der Eröffnungsgala am Freitag erhielt ich den Goldenen Homer für meinen Roman.

Ich freue mich riesig darüber. Es ist mein erster Literaturpreis, und ich bin sehr stolz, dass sich die Jury für "Das Salz der Erde" entschieden hat – zumal die Konkurrenz ausgesprochen stark war und viele tolle Romane nominiert waren, nicht nur in meiner Kategorie. Tatsächlich liest sich die Liste aller Preisträger beinahe wie ein Who is Who des Historischen Romans in Deutschland:

Historischer Kriminalroman:
1) Oliver Pötzsch "Der Hexer und die Henkerstochter"
2) Gerhard Loibelsberger "Todeswalzer"
3) Ulrike Ladnar "Wiener Vorfrühling"

Historischer Beziehungs- und Gesellschaftsroman:
1) Heidi Rehn "Die Liebe der Baumeisterin"
2) Oliver Pötzsch "Die Burg der Könige"
3) Silvia Stolzenburg "Töchter der Lagune"

Historischer Spannungs- und Abenteuerroman:
1) Daniel Wolf "Das Salz der Erde"
2) Ulf Schiewe "Das Schwert des Normannen"
3) Ulf Schiewe "Die Hure Babylon"

Historische Biografie:
1) Silvia Stolzenburg "Der Teufelsfürst"
2) Martina Sahler "Weiße Nächte, weites Land"
3) Claudia & Nadja Beinert "Die Herrin der Kathedrale"

Historische Kurzgeschichte:
1) Guido Dieckmann "Schleichendes Gift"
2) Iny Lorentz "Rattengift"
3) Friederike Schmöe "Das geheime Wissen der Zofe"

Außerdem wurde der "Ehrenhomerpreis" vergeben an Iny Lorentz für ihre besonderen Verdienste im Bereich des historischen Romans.

Ich gratuliere allen anderen Gewinnern! Einige der ausgezeichneten Romane liegen inzwischen auf meinem Nachttisch, und ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Wochen dazu komme, sie zu lesen.

Am Samstag Abend dann fand im Schlosshotel die Lesung einiger Preisträger statt. Heidi Rehn, Gerhard Loibelsberger und ich stellten unsere Romane vor und wurden von Herbert Antl und Nicole Köster (jeweils vom SWR) interviewt. Herbert und Nicole führten außerdem als Moderatoren durch den Abend und sorgten für eine kurzweilige Veranstaltung, bei der die Zuhörer die Gelegenheit bekamen, den Historischen Roman in all seinen Facetten kennenzulernen.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt in Heidenheim, viele nette Menschen kennengelernt und interessante Gespräche geführt. Dass die HOMER Literaturtage eine rundum schöne Erfahrung waren, lag vor allem am Orga-Team um Silvia Stolzenburg, bei dem ich mich für seine Arbeit bedanken möchte. Autoren sind Individualisten und mitunter nicht ganz einfach im Handling; eine ganze Schar von ihnen zu koordinieren, gleicht vermutlich dem Versuch, ein Rudel Katzen im Gleichschritt marschieren zu lassen. Aber Silvia und ihre Mitstreiter verloren nie die Geduld mit uns und sorgten für reibungslose Abläufe und eine gute Stimmung.

Mein besonderer Dank gilt dem Literaturkritiker und Schriftsteller Peter M. Hetzel, der "Das Salz der Erde" bei der Preisverleihung vorstellte und die Laudatio hielt.

Ich freue mich schon auf die nächsten HOMER Literaturtage und kann jedem Liebhaber des Historischen Romans nur empfehlen hinzugehen. Es lohnt sich!